Neue Pflichten ab 2026
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen seit 2024 zu transparente Berichterstattung über Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette. Für KMUs bedeutet dies zusätzliche Anforderungen an ESG-Reporting und Due-Diligence-Prozesse.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Erweiterte Reporting-Pflichten: Neben Umwelt- und Menschenrechtsaspekten müssen nun auch Governance-Standards dokumentiert werden
- Digitale Meldeplattform: Seit 2025 verpflichtende Online-Meldung aller Verstöße
- Verdiensttransparenz: Unternehmen müssen geschlechtsbezogene Lohnunterschiede offenlegen
Praktische Umsetzung für KMUs
Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, komplexe Lieferketten nachvollziehbar zu machen. Empfohlene Schritte:
- Supplier-Audit-Programme etablieren
- Digital Tools für Due-Diligence einführen
- Schulungen für Einkauf und Compliance durchführen
- Regelmäßige Risikoanalysen durchführen
Wirtschaftliche Vorteile
Unternehmen mit transparenten ESG-Reports verzeichnen durchschnittlich 15% höhere Investor-Confidence und 23% bessere Bankkonditionen. Die Investition in Compliance zahlt sich somit mittel- bis langfristig aus.
Redaktion Glückauf Magazin | August 2026